Mit Rebel Assault brachte LucasArts 1993 die Killerapplication auf den Markt nach der die CD-Rom Laufwerkshersteller wohl gehungert haben mussten. Da Rebel Assault eines der ersten Spiele war, das ausschließlich auf CD-Rom ausgeliefert wurde, verkauften sich CD-Rom Laufwerke wahrscheinlich ebenso gut wie Rebel Assault selbst. Wirklich jeder der einen PC besass der die nötige Leistung bot, wollte Rebel Assault spielen. Somit sorgte Rebel Assault dafür das sich die CD-Rom flächendeckend als Speichermedium durchsetzen konnte. Nicht nur beim PC sondern auch bei Konsolen und im Multimediabereich. Zwar war diese Entwicklung schon ab zu sehen nur wurde sie durch Rebel Assault immens beschleunigt. Nach Rebel Assault war die Computerspielewelt nicht mehr die selbe. Sicherlich gab es zur selben Zeit auch andere Spiele die exklusiv auf CD vertrieben wurden aber Rebel Assault war die Killerapplication auf die viele Leute gewartet hatten. Nur sehr wenige Spiele können von sich behaupten einen derartigen Einfluss auf das Nutzungsverhalten von PC Usern gehabt zu haben.

Aus technischer Sicht ist Rebel Assault heute wirklich nicht mehr erwähnenswert. Damals war es State of the Art! Die digitalisierten Filmschnipsel die als Zwischensequenzen dienen wurden damals derart schlecht komprimiert um Rebel Assault auf einen Silberling zu bekommen das einem heute die Augen weh tun müssten. Damals war das aber der grafische Höhepunkt in dem Bereich! Schließlich verwendete man meist nur gezeichnete Grafiken und mit Rebel Assault konnte man schon einen Vorgeschmack auf das bekommen was da kommen sollte. In mehrerer Hinsicht gilt Rebel Assault als Meilenstein und war wegbereiter für multimediale Overkills und Actionspektakel wie sie heute nicht mehr weg zu denken sind. Anno 1993 gab es fast nichts was vergleichbar war. Die Zwischensequenzen wechseln daher zwischen gezeichneten Bildern im typischen LucasArts Stil sowie zwischen Filmsequenzen. Um den Silberling nicht zu überfrachten besitzen diese aber unsäglich grobe Artefakte, die sich als dicke Klötzchen zu erkennen geben. Kein sehr schöner Anblick was aber den Spielspass nicht wirklich trübt. Zumindestens dann wenn man bedenkt das dieses Spiel eben etliche Jahre auf dem Buckel hat. Besonders interessant ist die in Rebel Assault verwendete 3D Technik. Es besteht immer eine Mischung zwischen gezeichneten Bildern, CGIs und digitalisierten Filmschnipseln. Das Spiel selbst ist im Grunde ein Film der abläuft. Das Bild ist grösser als der sichtbare Bereich. So muss der Spieler immer dem Fim folgen kann aber immer zur seite oder hoch und runter steuern. Damals eine Sensation, auch wenn das aus heutiger Sicht fast schon unwirklich klingt.
Auch das Arcade Genre, das man ja immerhin schon seit Pong kannte, und das sich über die Jahre in einer vielzahl von Varianten verbreitet hatte, wurde von Rebel Assault bereichert. Zwar gab es auch 1993 einen grossen Markt für Rollenspiele, Adventures und Racer aber selbst heute ist das Arcade Genre noch präsent. Rebel Assault half nicht nur mit das Arcade Genre populär zu halten sondern hiefte es auch gekonnt auf die nächste Ebene. Der nächste Schritt zum fotorealistischen Spiel war damit um einen bedeutenden Schritt weiter gekommen. Gekonnt wechselt das Spiel zwischen actiongeladenen Raumschlachten zu einer Mission in der sich unser Held, zu Fuss, durch das Labyrinth von Hoth kämpfen muss wieder zurück zu actiongeladenen Raumschlachten.

Beendet man Rebel Assault erfolgreich ist Rookie One der Held der den Todesstern zerstört und nicht Luke Skywalker. Die Story ist damit Infinity, also eine Story die nicht mit denen der Filme übereinstimmt. Was aber den Spielspass nicht trübt. Man ist nun eher selbst der Held der Rebellen Allianz da Rookie One ja nur ein Nickname ist. Wer wünscht sich nicht selbst der Held zu sein?
|