Mit der Special Edition betrat Lucasfilm 1997 Neuland. Noch nie zuvor, in der Geschichte des Kinos, machte sich ein Regisseur daran einen Film nach fast 20 Jahren noch ein mal zu ändern. Zwar gab es auch davor schon Regisseure die ihre Kinofilme nachträglich änderten aber Lucas änderte seine Filme nicht kurz nach dem Release sondern 20 Jahre nach dem Release von ANH. Vorallem die Art und Weise wie seine Filme dadurch verändert wurden war neu. Inzwischen gibt es mehrere Filme die so nachträglich bearbeitet wurden.
Er machte dies zum einen um das 20 jährige Jubiläum von ANH zu feiern und zum anderen um seiner Vision von Star Wars noch näher zu kommen. Laut seiner eigenen Aussage hatte er erst mitte der 90er Jahre, dank der fortgeschrittenen CGI Technik, die Möglichkeit nun das um zu setzen was ihm zuvor verwehrt geblieben war.
Wie wir heute wissen hat die Special Edition das Fandom fast schon in zwei Teile gespalten. Vorallem durch die neuen Überarbeitungen der 2004er DVD Special Edition wurde diese Diskussion ein weiteres mal angeheizt.
Vor dem Kinorelease der Special Edition 1997 wurde die CD "Making Magic - Ein Blick hinter die Kulissen der Star Wars Trilogie Special Edition" (Making Magic - The Making of the Star Wars Trilogy Special Edition) als Promo CD verteilt.
Diese Promo CD gibt einen interessanten Einblick wie die 1997er Special Edition entstanden ist. Zu kaufen gab es diese CD nie. Auf dem Cover steht sogar: "Nur für Werbezwecke - Wiederverkauf nicht gestattet". Ich habe diese CD auf einer Promotionveranstaltung der 20th Century Fox Deutschland als Trostpreis gewonnen.
Der Inhalt ist recht interessant. Wie heute auf DVDs üblich kann man sich einen Eindruck von der Arbeit der Special Effects Magier machen. Was sich heute als Bonusmaterial auf einer DVD befindet gibt es hier auf CD gepresst. Auf mehreren Menüs kann man sich einen umfassenden ersten Eindruck von der, damals noch neuen, Special Edition machen. Neben zahlreichen Interviews, auch der Meister himself erklärt hier das wie und warum, werden auch unfertige Effekte und sogar Modelle gezeigt. Allerdings wird nur ANH, mehr oder minder ausführlich, behandelt. Dafür aber recht reichhaltig, für damalige Verhältnisse. Von der Original Szene, über Storyboards und Animatics bis hin zur fertigen Szene ist alles vorhanden. Wobei die fertige Szene nur in Einzelbildern abgespult wird damit man erst im Kino in den Genuss der Szene kam. Interessant ist auch ein Rückblick auf die Produktion der Star Wars Filme mit den Angestellten von damals. Bei manchen befindet sich sogar ein Foto von damals und von 1996. Selbst Pressematerial kann man lesen. Etwas das ansonsten nur Journalisten geschickt bekommen gibt es hier zur Einsicht. Selbst Produktionsfotos gibt es zur Genüge. Auch von TESB und JEDI.
Da zwischen 1996 und heute natürlich 10 Jahre vergangen sind darf man sich nicht all zu viel erwarten. Die Videosequenzen, an denen es nicht mangelt, sind blockig. Die Menüs sind dafür äusserst schön gestaltet. Man bekommt fast den Eindruck das man versucht hat dem Fan das Gefühl zu geben Journalist zu sein. Auch bei der Farbpallette muss man Abstriche machen. Nur 256 Farben machen doch einen Unterschied zu modernen Programmen. Die Systemanforderungen sind selbst für 1996 noch sehr niedrig:
IBM-PC und 100% Kompatible
mind. 486/66
8MB Ram
256 Farben VESA-kompatible Grafikkarte
Microsoft kompatible Maus
2X CD-ROM nach MPC2-Standart
Unterstützt Windows 95 (DOS-Fenster)
DOS Modus
alle gängigen Soundkarten
Beim Test lief das Programm unter Windows 2000 einwandfrei. Daher dürfte das Programm auch unter Windows XP einwandfrei zu betreiben sein. Allerdings muss man hier auf den Sound verzichten. Die Interviews kann man sich trotzdem ansehen da sie untertitelt sind. Wer dieses Programm voll und ganz geniessen will sollte es in der DOS-Box laufen lassen. In der DOS-Box läuft das Programm einwandfrei. |