Star Wars auf Video CD

Die VCD

Die Video CD, oder kurz VCD, ist ein Format für Multimediale Inhalte, das 1993 auf den Markt kam. Erfunden wurde die VCD von Phillips, Sony, Matsushita und JVC, um ein Nachfolgeformat für VHS zu etablieren und eine günstige Alternative zur Laserdisc anzubieten. Bereits Mitte der 1990er zeigte sich dass sich die VCD nicht gegen die VHS durchsetzen konnte, was meist daran lag dass Abspielgeräte sehr teuer waren und die VCD für viele Kunden nur einen geringen Mehrwert gegenüber der VHS besaß. In Asien konnte sich die VCD allerdings sehr gut durchsetzen da dort oftmals eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, was Videobänder nur sehr schlecht vertragen. Lediglich in den asiatischen Ländern Südkorea und Japan konnte sich die VCD nicht durchsetzen.

Neben der VCD führte Phillips das CD-i ein, eine Spielekonsole. Die Idee hinter dem CD-i war dass man diese Geräte entweder bereits mit einer Abspielfunktion für VCDs kaufen konnte oder vorhandene Geräte mit einer Karte nachrüsten konnte. Jedoch kosteten diese Karten fast genau so viel wie das CD-i und Geräte, die bereits VCDs abspielen konnten, kosteten 500,-€. Die Idee dahinter war das man interaktive Schulungsprogramme und Unterhaltunsprogramme anbieten wollte die sowohl auf Text, Audio und auch Video zurückgriffen. Allerdings ging diese Strategie nicht auf, was nicht nur am Preis sondern auch an der schlechten Qualität von Softwaretiteln lag, weshalb das Phillips CD-i recht schnell wieder vom Markt verschwand.
Auch Commodores kurzlebige Spielekonsole CD-32 war, mit einer Zusatzkarte, in der Lage VCDs abzuspielen. Viele DVD-Player und selbst manche Blu-ray-Player sind in der Lage VCDs abzuspielen.

Qualitativ wurde die VCD meist mit der VHS verglichen. Jedoch war die Qualität oftmals sichtbar schlechter als bei der VHS, da der MPEG1 Codec, der bei der VCD verwendet wurde, Probleme mit der Kompression hatte, die zu unschöner Klötzchenbildung führte. Besonders am Rand von Objekten kann man oft sehr unschöne Klötzchen wahrnehmen. Außerdem entfernte man bei der VCD eine Fehlerkorrektur, da die Entwickler davon ausgingen, dem Zuschauer würden kleine Fehler nicht auffallen.
Da die VCD von der Musik-CD abstammt, besitzt sie die selbe Größe und und das selbe  Speichervolumen von 650MB, wie eine herkömmliche Musik-CD. Um die Datenmenge zu reduzieren wird die Videoinformation gerade mal mit der halben Auflösung der TV-Norm gespeichert. Jedoch reicht dies nicht aus um einen kompletten Film in ausreichender Qualität auf eine einzige Disc zu bannen. Daher wurden die meisten Filme auf zwei Discs ausgeliefert und man muss die Disc etwa nach der Hälfte der Laufzeit  wechseln. Manche Filme wurden sogar auf drei Discs aufgeteilt.
Beim Ton besitzt die VCD immerhin eine digitale Stereo-Tonspur.

Star Wars auf VCD

Da die VCD in Europa und den USA keinen nennenswertern Erfolg verzeichnen konnte, erschien Star Wars dort nie auf VCD. In Asien und Australien hingegen erschien Star Wars auf VCD. So gab es in Australien eine Box mit der Special Edition und selbst Episode 1 erschien dort auf VCD. In Hong Kong erschien selbst der Kinofilm zu The Clone Wars auf VCD.

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